Swift

Das Half Moon Resort - eine Hotelempfehlung für Jamaica

Ein Gastbeitrag von Noëmi Caruso, Buchbloggerin und Autorin des Buches Princess Reality - Gespieltes Leben.

Ich bin Noëmi, 24 Jahre alt und habe die Ehre, Nachbarin von Steffi von oncearoundtheworld zu sein. Ich behaupte mal, ein bisschen mitverantwortlich für die Entstehung dieses Blogs zu sein, da ich selbst schon seit drei Jahren begeistert blogge, allerdings über Bücher. Dennoch reise auch ich sehr gerne und so fand ich die Idee, hier ab und an ebenfalls etwas zu schreiben, richtig toll. Ich bin begeisterte Individualreisende und mag Städtereisen ebenso wie lange Trips in die Ferne. Meine letzte grosse Reise war nach Jamaica - und davon habe ich euch ziemlich viel Material mitgebracht. 

Die erste Hotelempfehlung mag ein wenig über meinen eigentlichen Geschmack (simpel, gut gelegen und einfach), hinwegtäuschen, denn heute möchte ich euch das Half Moon Resort in Montego Bay vorstellen. Montego Bay hat einen eigenen Flughafen, der von Europa aus angeflogen wird. Dazu kommen tolle Strände, wenngleich auch Montego Bay in dieser Hinsicht meist hinter dem berühmteren Negril im Westen der Insel genannt wird. Das Half Moon Resort liegt circa zwanzig Minuten ausserhalb der Stadt, auf Wunsch kann man sich am Flughafen abholen lassen, wenn auch dort schon Mietwagen vergeben werden.
Wir wurden von einem witzigen Fahrer abgeholt, der uns sogleich mit Musik, Sprache und Gebräuchen von Jamaica bekannt gemacht hat. Man hatte uns geraten, niemandem zu erzählen, dass dies unser erster Aufenthalt auf der Insel wäre, da die Preise sonst meist direkt nach oben angepasst werden. Doch die Leute sind so offen, überschwänglich und mitreissend, dass es uns nicht immer gelungen ist, hier zu schummeln. 
Das Hotel selbst hat uns in der abendlichen Hitze sofort die Koffer ins Zimmer gebracht und einen wundervoll, fruchtigen Welcome-Drink serviert. Wir verlebten da definitiv die luxuriösesten Tage unseres Lebens. Um sich von einem Langstreckenflug zu erholen, ist es einfach der Wahnsinn, der Geldbeutel muss sich anschliessend aber ebenfalls erholen. (Zum Glück hat Jamaica so tolle Hostels und günstige Restaurants zu bieten, mehr darüber in einem anderen Beitrag). 
Das Half Moon hat wirklich alles: Einen grünen Gold-Court, mehrere Pools (sogar Whirlpools und das bei über 30 Grad), drei Restaurants, mehrere Bars, süsse Garten-Appartements, einen langen Strand und vieles mehr. Unser Highlight war die riesige Delfin-Bucht, in der man mit Delfinen eine Runde schwimmen konnte. Das hat unglaublich Spass gemacht und wir wurden gleichzeitig über diese Tiere aufgeklärt und sensibilisiert für ihre Bedürfnisse und die Gefahren, denen wir Menschen sie aussetzen. 
Die Leute sind allesamt übermotiviert und unglaublich freundlich - was allerdings kein Wunder ist, wenn man die Preise sieht. Mit Sicherheit ist es schön für diese Leute, da angestellt zu sein und die Verhältnisse sind ebenfalls besser als in anderen Hotels. Wir wurden gleich am ersten Tag zu einer Rundfahrt eingeladen (ja richtig gehört). Diese hat fast eine Stunde gedauert und wir haben alles gesehen, was das Hotel zu bieten hat. Natürlich haben wir auch alle Restaurants ausprobiert und die verschiedenen Drinks ebenfalls. 
Das Highlight war unsere Hochzeitszeremonie am Strand. Im Spa wurden wir dazu aufgemöbelt, verwöhnt, frisiert und geschminkt (der Bräutigam nicht). Danach wurden wir von der Wedding Plannerin, der Fotografin und dem Priester in Empfang genommen. Es war war uns ein wundervolles Highlight. Auch hier hat der Luxus nicht aufgehört und insgesamt hatten wir wohl drei oder vier Flaschen Sekt auf dem Zimmer, als wir endlich dahin zurückkehrten. 
Das Hotel ist empfehlenswert und zahlbar, für Normalsterbliche wie uns allerdings höchstens als Urlaubsauftakt oder Abschluss und nicht länger als ein Wochenende. Ausprobiert haben sollte man das Wellnessprogramm und das Delfinschwimmen, doch für aktivere Urlauber kann man auch Fahrräder leihen und zum Beispiel die Gegend erkunden, die ebenfalls einiges zu bieten hat. So ist zum Beispiel ‚Rose Hall‘ nur wenige Kilometer die Strasse hinauf, ein altes Anwesen, eine Plantage, auf der sehr eindrücklich das damalige Leben, inklusive Haltung von Sklaven, gezeigt wird und man richtig in die Vergangenheit eintauchen kann. Oder diejenigen, die nicht mehr edel im Restaurant speisen wollen, können mit dem Fahrrad bestimmt einen Road-Griller finden, der am Strassenrand in einem Fass Jerk Chicken grilliert und für wenige Cent verkauft. 
Für uns das Seltsamste am Hotel war, dass jemand kam um am Abend die Kissen aufzuschütteln und die Vorhänge zuzuziehen. Wer sich Luxus nicht gewohnt ist, wird mit offenem Mund dastehen und sich fragen, was die Menschen da tun. 

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