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Reisen wir die Welt kaputt? #2

Korallensterben und Tsunamis - die Erde rächt sich!
Die Klimaerwärmung hat nebst der Umweltverschmutzung auch einige Umweltkatastrophen ausgelöst. Wir sprechen hier von Tsunamis, anhaltenden Überschwemmungen und dem Aussterben der Korallen in den Riffs. Besonders schlimm traf es das Korallendreieck in Südostasien.Der Status des Riffs gilt immer noch als akut gefährdet. Überflutungen in Bangkok und Tsunamis in Japan sind Beispiele dafür, was mit Regionen, die sich nahe an der Küste befinden, geschieht, wenn das Grundwasser verschwindet und der Meeresspiegel steigt.

Dies kann dazu führen, dass die Seen immer mehr austrocknen. Vor allem in ärmeren Regionen würde dies zu schlimmen Folgen führen, für Mensch sowie für die Natur. Gemäss der Studie vom WWF im Jahre 2005 ziehen sich die Gletscher pro Jahr bis zu fünfzehn Zentimeter zurück. Die Überschwemmungen, die die Gletscherschmelze mit sich bringt, könnte ganze Gebiete zerstören. 

Der Mount Everest taugt nicht als Müllhalde!
Der höchste Berg der Welt leidet - denn er mutiert immer mehr zu einer Müllhalde. Viele Menschen verbinden unberührte Wildnis mit dem Himalaya. Dies auch zu Recht. Wie aber überall auf der ganzen Erde, hinterlässt der heutige Lebensstil seinenFussabdruck.
Von den Bergsteigern werden bei den Besteigungen des Berges vom Wind zerfetzte Zelte, leere Sauerstoffflaschen aber auch Seile und Karton liegen gelassen. Doch nun gibt es Hoffnung: Am Berg wurde aufgeräumt!
Teile des Mülls sollen verbrannt werden, für Altmetall gibt es eine spezielle Verarbeitung: Sie werden geschmolzen und als Geschenkartikel verkauft. Aus diesen wird dann ein Programm finanziert, welches die Aufklärung über die Everest Region fördert. Besser könnte man dieses Problem meiner Meinung nach gar nicht lösen. Bereits mehr als 8000 Kilogramm Abfall wurde von Helfern heruntergetragen Experten zufolge ist dies nur ein Bruchteil davon; es liegen weiterhin rund 50 Tonnen auf dem Dach der Welt.

Ein anderes Problem stellen die Trekker dar, die es nicht geschafft haben. Oberhalb von 7000 Metern beginnt die Todeszone, die von den Bergsteigern am meisten gefürchtet wird. Es kommt immer wieder vor, dass die Aufsteiger vor Erschöpfung sterben. 2006 waren es elf Personen, die ums Leben kamen. Fast alle bleiben in der eisigen Höhe liegen. Diese werden wohl bis auf weiteres auf dem Berg bleiben, man wird sie nicht heruntertransportieren, da der Abstieg hochgefährlich und beinahe unmöglich ist.

Ein anderes Problem stellen die sogenannten "human waste" dar, die menschlichen Ausscheidungen. In den oberen Zonen bekommt man clean mountain cans, in welchen sich Beutel befinden, die regelmässig geleert werden müssen. Noch höher oben gibt die Verdauung fast ganz nach. Hier gefrieren die Exkremente. Beim Abstieg werden sie heruntergertragen; dort werden sie aufgeschnitten und verrotten.


Malediven - Paradies oder doch nicht?

Wer an die Malediven denkt, dem kommt meist folgende Szenerie in den Sinn: endlose, weisse Traumstrände. Die gibt es auch wirklich, aber leider gibt es auch das Gegenteil davon. Und dieses Gegenteil ist heute der höchste Berg der Malediven, ein Müllberg, der auf Thilafushi steht. Der Ort war ursprünglich als Entsorgungszentrum für die Hauptstadt Malé gedacht.Gegenwärtig wird dort auch der Müll von Atollen und Resorts, die in der Nähe liegen, entsorgt.
Die Inseln im indischen Ozean machten in den letzten vierzig Jahren einen riesigen Touristenboom durch. Jeder wollte auf die Malediven, um dort seine Flitterwochen zu verbringen oder Luxusurlaub zu machen. Das Ökosystem wird gefordert. Das Problem, den Abfall auf den Inseln zu entsorgen, ist äusserst schwierig zu lösen. Er muss irgendwohin, das ist klar, denn derzeit werden die Abfallberge offen verbrannt, im Meer vergraben oder versenkt. Durch das Vergraben wird das lokale Trink- und Grundwasser gefährdet, Korallenriffe und die Unterwasserwelt werden extrem belastet.
Doch auf den Inseltruppen stellt nicht nur der Abfall, sondern auch die Abwasser ein Problem dar. Es ist verboten, diese ohne Klärung ins Meer zu leiten oder in den Boden sickern zu lassen. Doch wie üblich sieht die Realität anders aus. Natürlich werden so giftige Stoffe ins Meer getrieben, welche die Tierwelt der Ozeane bedrohen. 
Die sicherste Variante,damit kein organischer Müll oder Fäkalien ins Meer kommen, wäre eine Kläranlanage, um das Aufbereiten des Wassers zu ermöglichen. Doch dies ist teuer und bis jetzt unterhält nur die Hauptstadt eine. Dennoch wird der Umweltschutz auf den Malediven grossgeschrieben, denn schliesslich haben die Einwohner eine sehr schöne Grunddevise: "Mit der Natur in Harmonie leben."
Sie beherrschten den Umweltschutz schon lange, bevor die Umweltsünden den Industrieländern klar wurden. Die Schönheit und Sauberkeit der Ferieninseln hat höchste Priorität. Schliesslich lebt auch der Tourismus vom reinen Umweltbewusstsein der Inselbewohner. Dies kommt schlussendlich auch den Korallen und anderen Meerestieren zugute. Erstere benötigen das klare, saubere Wasser, welches mit Sauerstoff versetzt ist. Ansonsten würde die Riffe sterben und würden keine Taucher mehr anlocken, die den Tourismus auf die Insel bringen. Irgendwie ein Teufelskreis, dem man schnellstmöglich entfliehen sollte.
Ein wahres Tauchparadies - das Great Barrier Reef
Das wohl bekannteste Riff der Welt liegt im Sterben. Und es stirbt einen langsamen Tod.
Die neuste Bedrohung für die Unterwasserwelt am Riff ist eine Kohleanlage, welche nun riesige Unmengen an Schlamm und Sand ins Meer kippen darf. Entgegen jeglichen Kritiken und trotz des Wissens, was dies bedeuten könnte, erteilte die australische Regierung die Genehmigung dafür. Umweltschutzorganisationen wie etwa der World Wildlife Fund, kurz WWF, befürchten etwa, dass dies der Todesstoss für das Great Barrier Reef sein könnte, denn auch schon ohne diese zusätzliche Belastung sieht die Zukunft des Riffs erschreckend aus. In den vergangenen dreissig Jahren verlor es durch die permanente Umweltverschmutzung, die tropischen Stürme, aber auch durch Korallenbleiche die Hälfte seiner Korallen.

Zurzeit wird das Riff von jährlich bis zu zwei Millionen Touristen besucht. Somit ist auch die Tourismusindustrie besorgt, wie es momentan um das Riff steht und wie es in Zukunft weitergeht. Diese ist aber schon längst alarmiert, denn immerhin ist das Weltnaturerbe das wichtigste Kapital in Queensland. 
Die UNESCO drohte einst damit, das Great Barrier Reef auf die rote Liste zu setzen. Als Drohung wollten sie das aber nicht betrachten, vielmehr möchte die UNESCO helfen, dass Australien die richtigen Entscheidungen trifft. Das Land, vorallem die Regierung Australiens, scheint jedoch ganz andere Vorstellungen zu haben, was richtig oder falsch ist. Da es schon etliche Fehlentscheide in der Vergangenheit gab, versucht man nun, diese einzustellen. Denn wenn es noch mehr solche falschen Entschlüsse gibt, könnte dies dem Riff einen noch grösseren Schaden zufügen. Der Titel "Weltnaturerbe" würde dann aberkannt werden. So der Plan und die Botschaft.

Nun räumte die australische Regierung ein, dass man das Riff jahrelang vernachlässigte. Mehr als die Hälfte der im Riff beheimateten Korallen starben in den letzten 27 Jahren, wie die Ergebnisse einer Langzeitstudie zeigen. 

Mittlerweile ist das Riff wieder auf einem guten Weg zur Besserung. Hoffen wir, dass dies auch so bleibt!



















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