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Reisen wir die Welt kaputt? #3

Ziel ist es, nachhaltiger zu reisen - was können wir tun?
Sollen wir denn überhaupt noch reisen? Meine Antwort lautet klar und deutlich: JA! In Zeiten wie diesen, in welcher Finanzkrisen und Klimawandel herrschen, erlangen die nachhaltigen Werte immer mehr von Bedeutung. Denn Nachhaltigkeit ist zum Wirtschaftsfaktor geworden. Viele fragen sich immer wieder, ob Reisende Wert darauf legen, nachhaltiger zu reisen.

Was jeder einzelne tun kann wäre beispielsweise den Transport, die Unterkunft oder seine Aktivitäten umweltbewusst auszusuchen. Destinationen, welche gut mit dem Zug oder mit dem Bus zu erreichen sind, sind nämlich viel gesünder für unsere Erde.
Der WWF legt nahe, dass wenn man etwas weiter fliegt, dies in einem vertretbaren Verhältnis zum Aufenthalt zu tun. Will heissen: Ab einem 700 Kilometer langen Flug sollte man mindestens acht Tage im Ankunftsland verweilen. Beispielsweise nicht für eine Woche nach Thailand reisen - was ja eigentlich auch gar nichts bringt. 

Bei den Aktivitäten entscheidet man sich am besten für jene, bei denen die Tier- und Pflanzenwelt nicht negativ beeinflusst wird. Falls die Möglichkeit besteht, sollten Reisende ihre leeren Tuben wieder nachhause mitbringen. Verschiedene Fluggesellschaften verteilen bei der Ankunft Plastikbeutel, welche beim Rückflug am Abflugschalter wieder abgegeben werden können.


Mittlerweile haben auch internationale Organisationen die Probleme erfasst - man beginnt zu handeln. Kriterien für einen nachhaltigen Tourismus wurden von der UNEP (United Nations Enviroment Programme) und der UNWTO (Welttourismusorganisation) entwickelt, wie beispielsweise in Ägypten. Dort wird ein Ökosiegel angeordnet und alle Hotels, die sich an die Mindestanforderungen beim Wasser sparen oder bei der Abfallentsorgung halten, bekommen dieses Siegel. Dies ist natürlich auch ein Ansporn, die Anforderungen einzuhalten. Das ist nur eines von vielen Beispielen, welches beweist: Tourismus und Umweltschutz haben einander nicht auszuschliessen.


Natürlich bin ich dafür, dass schonungsvoller mit unserer Welt umgegangen werden soll. Wir haben nur diese eine und wenn sie einmal zerstört ist, gibt es keinen Ersatz. Das Thema ist wirklich sehr interessant und vielfältig. Mir war schon bewusst, dass wir unsere Umwelt verschmutzen, aber wie schlimm es wirklich um unseren Planeten steht, das war mir neu. Einerseits ist es auch beängstigend, dass Leute tatsächlich so mit der Erde umgehen, andererseits ist es schön zu lesen, dass es freiwillige Helfer gibt, die den Mount Everest und die Malediven vom Dreck befreien. Wenn ich könnte, würde ich mich ja sofort in den Flieger setzen und helfen.

Auch wenn das Fliegen der Umwelt am meisten schadet, und ich doch darauf achte, nachhaltiger zu reisen, möchte ich nicht darauf verzichten. Denn ich reise viel und gerne und möchte die ganze Welt sehen. Und seien wir ehrlich: Wer hat schon Lust, mit mehreren Schiffen nach Australien zu reisen?

Ich denke auch, dass fliegen nicht das allergrösste Problem ist. Würden alle Menschen versuchen, mehr achtzugeben, wird die ganze Verschmutzung verringert. Es wird funktionieren, vor allem wenn noch mehr aufgeklärt wird. Ich habe nun dieses Wissen erlangt und möchte dies auch weitergeben. Doch bis alle aufgeklärt und sich daran halten - bis da wird es noch ein langer Weg sein. Hoffen wir, dass unser Planet dies noch aushält.




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