Swift

Die Rocky Mountains- eine Reise durch Kanadas Bergwelt

Ein Roadtrip durch die wundervolle Bergwelt von Kanada? Jep, da sind wir dabei!
Bereits zwei Jahre liegt der Trip zurück und doch schwelgen wir immer wieder in Erinnerungen. Unten habe ich alle unsere Eindrücke beschrieben, inklusive Informationen.
Wer eine Reise durch die Rocky Mountains plant, kann diese auf zwei Wegen bereisen. Entweder mit einem Mietauto oder mit einem Camper. Wir wählten die zweite Variante. Unseren Camper haben wir bei CANADREAM gebucht und waren auch mit allem zufrieden. Auf den Campingplätzen waren wir meistens alleine, da wir auch zu früher Jahreszeit (Ende April, anfangs Mai) unterwegs waren. Dies würden wir nicht mehr so machen und auch nicht empfehlen, da einige Orte noch geschlossen und verschneit waren. Schade, aber dafür haben wir jetzt einen Grund, nochmals zu kommen.😁

Gestartet haben wir unsere Reise in Vancouver. Ich liebe die Stadt und empfehle, hier zwei bis drei Tage zu verbringen, denn sie hat viel zu bieten. Meine Top five dazu findest du in diesem Post. Von Vancouver sind wir nach Whistler gefahren, dem berühmten Skiort in British Columbia. Die Winterolympiade von 2010 fand hier statt. Whistler liegt nur rund 120 Kilometer von Vancouver entfernt. Wer wandern will, kann auch die Gondel nach oben nehmen und dort laufen und die schöne Aussicht geniessen. Abends sind wir noch durch Whistler Village geschlendert und haben im Warehouse gegessen. Dort gibt es die besten Burger im ganzen Land. Übernachtet haben wir hier. Der Platz und die Aussicht waren genial.
Danach führte uns unsere Reise weiter in den Wells Gray Provincal Park zu den Helmcken Falls. Wir sind etwas gewandert und haben die Natur genossen. Es ist wirklich sehr eindrücklich, wie der Fall sich in die Tiefe stürzt. Ausserdem haben wir ein Schwarzbärenbaby gesehen. 🐻 Auf dem Weg dorthin kamen wir an wunderschönen Plätzen vorbei, wo wir immer wieder hielten und Fotos knipsten.
Nach einer Nacht, in der wir Besuch von Bären bekamen, fuhren wir mit unserem Camper weiter in den Jasper Nationalpark, wo wir die nächsten Tage verbrachten. Übernachtet haben wir direkt im Park. Unser Platz befand sich zwischen den Bäumen - Natur pur! Wir besuchten den Maligne Lake, der sich im Jasper Nationalpark befindet. Er war noch von Schnee und Eis bedeckt, was einerseits echt schade war. Andererseits hatte der Ort so etwas magisches an sich. Wunderschön!
Wir fuhren weiter und machten Halt beim Patricia Lake. Dieser war jedoch nicht von Schnee und Eis bedeckt umringt, obwohl er sich ebenfalls im Jasper Nationalpark befindet. Wir blieben eine Weile dort und genossen die Ruhe und die Natur. 
Drei Nächte haben wir im Park verbracht, ohne viele Touristen und ohne Netzempfang. Unterwegs hatten wir sogar nochmals das Glück, einen Schwarzbären zu sehen. Das Campen in einem solchen Land mit dieser Natur ist einfach umwerfend. Unsere Reise führte uns weiter zum Lake Louise. Es wurde immer kälter, und leider war auch dieser See zugefroren. Wie sehr hatte ich mich auf die türkisgrüne Farbe des Wassers gefreut. Dennoch war es richtig cool, denn wer hat schon solche Bilder? 😀
Nach unserem kurzen Besuch beim Lake Louise ging es bereits weiter nach Banff. Dort waren vier Nächte geplant. Es war bitterkalt und schneite sogar, und so kam es, dass wir viel Zeit in unserer fahrbaren Unterkunft verbrachten. Das kleine Dörfchen ist hübsch, hat aber selbst nicht all zuviel zu bieten. An einem Tag haben wir einen Ausflug zu den Hotsprings gemacht. Dies sind SEHR heisse Quellen (40°), die in einen Pool fliessen, in dem man baden kann. Weitere Informationen findet man hier. Eine super Abwechslung bei dem eiskalten Wasser.
Unser letzter Ort, den wir besuchen und auch den Camper wieder abgeben sollten, war die Stadt Calgary. Von Banff bis Calgary sind es nur rund 60 Kilometer. Wir suchten uns einen Campingplatz etwas ausserhalb für unsere letzte Campernacht. Am nächsten Morgen brachten wir dann den Camper zurück (hey, danke für deine Dienste) und checkten im Hostel ein.
Calgary selbst fanden wir jetzt nicht so berauschend. Dass ein Eishockeymatch stattfand, wussten wir. Übers Internet wollten wir uns schon länger Karten sichern, diese waren jedoch sehr teuer. Jeder versicherte uns auch, dass wir bei der Stadionskasse keine mehr erhalten werden würden, denn das Spiel sei ausverkauft. End of the story: Wir wurden von dieser Energie, die sich über die Stadt gelegt hatte, so angesteckt, dass wir es einfach versuchen mussten. Wir kratzten unser letztes Geld zusammen um und zwei der letzten Einzelplätze zu sichern. Und der Preis dafür war wirklich verdammt hoch. Aber wir wollten uns dies gönnen und wer kann schon von sich behaupten, beim Stanley Cup Playoff live dabei gewesen zu sein? Eben :D Und das Spiel und die Atmosphäre waren jeden einzelnen Cent wert.
Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir noch den Calgary Zoo. Wow, der war wirklich super schön. Viele einheimische Tiere und alle haben viel Platz. Das gefiel uns am besten. Mehr Zooinfo's, Eintrittspreise sowie Öffnungszeiten sind hier zu finden.
Mit unserem Zoobesuch endete unsere Reise. Dachten wir zumindest. Wir fuhren zum Flughafen, checkten ein und warteten. Und warteten. Um 22 Uhr sollten wir eigentlich fliegen. Um 1 Uhr warteten wir immer noch. Zwei Stunden später bekamen wir Bescheid, dass der Flug definitiv ausfällt. Um 4 Uhr lagen wir im Hotelbett und versuchten, etwas zu schlafen. Frühmorgens ging es wieder zum Flughafen. Bis um 15 Uhr wussten wir immer noch nicht Bescheid, wie es weitergehen sollte. Wir versuchten, einen Flug über New York oder Toronto zu ergattern - keine Chance. Zudem find ich mir eine heftige Erkältung ein. In unserer Müdigkeit merkten wir nicht, dass die Klimaanlage im Zimmer lief, als wir ins Bett fielen. Aber immerhin war das (für uns kostenlose) Essen im Hotelrestaurant der Hammer!
Exakt 24 Stunden später als geplant konnten wir ins Flugzeug steigen und flogen nachhause. Mit heftigen Ohrenschmerzen- und Ohrendruck, mit Turbulenzen, einem heissen Tee und etwas Schlaf trafen wir mit Verspätung in London ein. Glücklicherweise hatte der Flug nach Zürich auch Verspätung... Nie wieder British Airways 😉 Wir waren froh, als das Flugzeug in Zürich landete und wir wieder heil angekommen waren.


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