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Wie das Reisen uns Menschen verändert

Jeder, der schon einmal länger verreist ist, kennt dieses Gefühl. Das Gefühl, als habe sich die ganze Welt um einen herum verändert. Dabei ist dem meist gar nichts so, denn meistens sind wir es, die sich verändern. Doch wieso? Hier einige Gedanken und Eindrücke. 😊
Wer sich auf einer Reise befindet, bereist häufig Länder, die er vorher noch nicht so genau kennt. Man taucht in neue Kulturen ein, lernt neue Religionen, Traditionen und Gepflogenheiten des Landes kennen. Die Einen behagen uns, die Anderen finden wie vermutlich ziemlich merkwürdig.
Doch auch wenn wir Menschen alle so verschieden sind, haben wir doch eines gemeinsam: Wir lernen auf einer Reise. Wir lernen die Umwelt mehr zu schätzen und wir lernen uns selber besser kennen.

"Es ist eine witzige Sache, das nach-Hause-kommen. Sieht genauso aus, riecht genauso, fühlt sich genauso an. Du wirst realisieren, das was sich verändert hat, bist du."

Ich persönlich lebe fürs Reisen. Und ich bin so froh, dass der wichtigste Mensch in meinem Leben genauso mitzieht. Denn zusammen reisen macht mir einfach viel mehr Spass. Wir können die Erinnerungen teilen und immer wieder über komische Situationen unterwegs lachen.
Und dabei merke ich immer wieder, dass nicht nur ich mich verändere, sondern auch mein Freund. Unsere Beziehung. Diese wächst und wird von Reise zu Reise stärker. Auch wenn wir uns dabei ab und an streiten. 😉
Bei den meisten Menschen ändert sich vor allem die eigene Sicht auf verschiedene Dinge. Man bringt mehr Toleranz für Mensch und Umwelt auf. Das merke ich auch bei mir immer wieder. Je länger ich beispielsweise in Asien unterwegs bin, desto geduldiger werde ich. Ruhiger. Gelassener.
Ich weiss nicht genau, an was es liegt. Daran, dass sich die Mentalität der einheimischen Leute auf mich überträgt? Oder ich mich unterwegs einfach glücklich und frei fühle?
So gerne ich herumreise und mich fast überall zuhause fühle, so gerne komme ich auch wieder zurück in unsere Wohnung. Ich liebe das Gefühl, zu planen, zu buchen und Reiseführer zu lesen. Dieses Gefühl überkommt mich vor allem in unserem Daheim.
Ich brauche eine Base, ein sicherer Hafen, und nur auf Reisen wäre nichts für mich. Klar planen auch wir eine Weltreise, doch unser Leben nur noch auf der ganzen Welt zu verbringen? Eher nichts für uns.

"Vielleicht ist der Ort, den wir zu Hause nennen, gar nicht der, an dem wir geboren wurden, sondern der an dem sich unser Herz zu Hause fühlt."

Doch ein Zuhause muss nicht immer in unserer gewohnten Umgebung sein! Ganz im Gegenteil: Wer länger unterwegs ist, mietet sich vielleicht auch mal ein Appartement und wohnt für einige Wochen dort. Finde ich persönlich auch super, denn ein (geregelter) Alltag auf einer Reise macht soviel aus! 
In der grossen, weiten Welt habe ich schon zweimal mein Herz an zwei verschiedene Orte verloren. In Vancouver und Westaustralien habe ich mich sehr zuhause gefühlt. 

Und das ist auch das Wichtigste. Nicht dort, wo wir geboren wurden ist unser zuhause, sondern dort, wo wir uns wohlfühlen.  


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