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Reisen mit Hund - das etwas andere Erlebnis

Ein Gastartikel von Noëmi Caruso vom Scriptorium Buchmagazin

Einen vierbeinigen Freund auf Reisen mitzunehmen bringt enorm viel Spass mit sich. Hunde sind grundsätzlich immer motiviert, fordern ihre Bewegung auch bei schlechtem Wetter ein und sind super Kuschelgefährten. Ausserdem kommt man selten so gut ins Gespräch wie bei einer Gassirunde. Deswegen planen Hundebesitzer ihre Reisen nur ungern ohne den Vierbeiner. Hier kommen einige Tipps, wie man sich gut auf den Urlaub mit Hund vorbereitet.
Welche Art von Reisen ist für meinen Hund geeignet?
Grundsätzlich sind Hunde in All-Inclusive-Strand-Urlauben oder im Wellnesshotel oftmals fehl am Platze. Sie können nicht von den riesigen Buffets profitieren und auch den ganzen Tag am Strand in der Sonne zu brutzeln widerspricht ihren Bedürfnissen. Während Frauchen und Herrchen sich Massagen gönnen, die Sauna geniessen oder bei der Maniküre sitzen, kommt der Hund gerne zu kurz. Bei fast allen Reisen lässt sich diese allerdings so gestalten, dass auch der Vierbeiner auf seine Kosten kommt. Im Internet finden sich beispielsweise Verzeichnisse von Stränden, an denen Hunde erlaubt sind. Auch gibt es Hotels, die sowohl Hund als auch Mensch verwöhnen möchten und so Betreuung, Spazierdienst oder Trainings anbieten, während die Besitzer wellnessen. Bei Hundebesitzern besonders beliebt ist das Camping. 
Einreisebestimmungen
Jedes Land hat andere Einreisebestimmungen für Hunde. Bei einigen liegt das Augenmerk besonders auf dem Impfpass - so ist in fast ganz Europa die Tollwutimpfung erforderlich. Wieder andere Länder haben strenge Regeln in Bezug auf Würmer. So darf die letzte Wurmkur nicht länger als einige Tage her sein, muss aber dennoch schon einige Stunden alt sein. Meist verabreicht man Wurmkuren privat, weshalb nun ein Gang zum Tierarzt gefragt ist, der im Impfpass bescheinigt dass alles regelkonform abläuft. In anderen Ländern wird besonders Wert auf den Maulkorb gelegt, so ist er zum Beispiel in fast allen öffentlichen Verkehrsmitteln Europas Pflicht. 
Einpacken
Nebst dem Impfausweis gehört auf jeden Fall ein Maulkorb ins Gepäck - wenn auch nur zur Sicherheit. Hält man sich an einem Ort auf, wo man befürchtet, der Hund könnte etwas Giftiges aufnehmen, so dient er plötzlich zum Schutz. Dann ist es gut, eine kleine Apotheke dabei zu haben, mit Desinfektionsmittel, Wurmkur und auch etwas gegen Ungeziefer. Wenn man sich mit dem Hund ein Zimmer teilt, wird das sonst plötzlich unangenehm und im Ausland rasch einen Tierarzt zu finden wird meist teuer und ein grosser logistischer Aufwand. 
Training
Die Grundkommandos werden besonders auf Reisen zu einem unschätzbaren Wert, weshalb der Hund wirklich folgsam sein sollte - auch ältere Hunde können ihre Grunderziehung in einigen Wochen auffrischen. Der Strassenverkehr funktioniert ganz anders als in der Heimat, es kann auch zu Begegnungen mit anderen Hunden kommen, mit einer anderen Mentalität, schlicht: Der Hund wird vor einige Herausforderungen gestellt und man muss sich gegenseitig gut aufeinander verlassen können. Zuletzt gilt es auch zu üben, besagten Maulkorb an- und auszuziehen und natürlich auch zu tragen. 
Die Reise
Auf der Reise selbst ist es wichtig, dass der Hund genügend Pausen bekommt, um in Ruhe sein Geschäft zu verrichten. Da man sich dabei meist an fremden Orten aufhält, so zum Beispiel an Raststätten, stürmen eine Menge Eindrücke und Gerüche auf den Hund ein, weshalb es enorm wichtig ist, dass dieser genügend Zeit hat, sich zu erleichtern. Auch während der Reise sollte ihm immer genügend Wasser zur Verfügung stehen. Lange Fahrten oder sogar Flüge können sehr verwirrend sein für einen Hund, weshalb ein vertrautes Spielzeug, seine Decke oder sogar ein Kausnack gute Dienste leisten können, ihm die Reise zu erleichtern.
Mit Hund auf Reisen zu sein ist viel cooler, als ohne. Ob lange Wanderungen, Städtetrips, Strandbesuche, eine Joggingrunde oder ein Schwimm-Nachmittag, mit den Vierbeinern ist alles möglich, wenn es richtig geplant ist und die Bedürfnisse des Hundes dabei ebenso berücksichtigt werden wie die lokalen Regeln und Gesetze. 

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