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Von Bundesräten und Bären - Kurztrip nach Bern

Eines schönen Sommertages habe ich mich aufgemacht, um die Hauptstadt der Schweiz zu erkunden. Das wohl häufigste Klischee, wenn man an Bern denkt, ist, dass hier alles extrem langsam ist. Die Berner sollen langsamer sprechen und auch agieren. Ob sich dieses "Vorurteil" bestätigt? Dies, und was ich sonst noch so erlebt habe, kannst du in diesem Beitrag lesen.
Naturhistorisches Museum
Kaum in Bern angekommen, habe ich das Naturhistorische Museum besucht. Dort war ich früher oft mit meiner Familie, ausserdem interessiere ich mich sehr für solche Themen und Ausstellungen.
Das Naturhistorische Museum Bern ist das älteste Museum der Hauptstadt, eröffnet wurde es im Jahr 1936. Jährlich strömen rund 130'000 Besucher nach Bern um das Museum zu erkunden. 
Vor allem bekannt ist es für die Ausstellung mit Barry, dem Rettungsbernhardiner, für die vielen Kristalle und Mineralien und die verschiedenen Dioramen, welche das Museum im 20. Jahrhundert international bekannt machten. Übrigens: Das Museum ist sogar eine Institutuion für Forscher. Die Schwerpunkte liegen hier bei der Meteoritenforschung, Weichtieren, Spinnentieren und Rassenlehre (wie etwa bei Hunden.)
Vom Bahnhof aus kann man direkt in den Bus steigen (z.B. Nr. 6) und steigt dann an der Haltestelle "Helvetiaplatz" aus. Von dort sind es nur noch wenige hundert Meter bis man den Eingang des Museums erreicht. Aktuell kostet der Eintritt für Erwachsene CHF 10.00.
Alter Bärengraben / Bärenpark
Die beiden Anlagen gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berns. Der Braunbär ist zudem das Wappentier der Stadt und des Kantons.
Die ersten Angaben des Bärengrabens stammen bereits aus den 1940 Jahren.
Der Bärenpark ist mittlerweile bereits die vierte Anlage.
Der Bärengraben stand mehrfach auch im Fokus von Tierschützern, da die Haltung nicht artgerecht war. Man reagierte darauf, ersetzte den harten Betonboden und baute Möglichkeiten zum klettern auf. 2009 wurde dann der Bärenpark eröffnet und die Bären umgesiedelt. Mittlerweile leben die Tiere auf rund 6000 Quadratmeter an einem Hang direkt an der Aare und neben dem alten Graben. Obwohl man den alten Graben abreissen wollte, liess man ihn stehen. Vor allem weil er als Kulturgut mit nationaler Bedeutung gilt. Der grössere ist nun mit einem Tunnel zum Park verbunden. Wenn dort etwas gemacht werden muss, verbringen die Bären ihre Zeit im grossen Teil. Der kleine Graben gehört nicht mehr zur Anlage, sondern ist für Besucher zugänglich. 
Auch der Bärenpark ist ab dem Hauptbahnhof innert Minuten erreichbar. Der Bus mit der Nummer 12 fährt (Endstation Paul Klee) direkt bis zum Park. Ausstieg bei der Haltestelle Bärengraben.
Bundeshaus
Im Bundeshaus finden die Tagungen und Konferenzen des Nationalrat und Ständerat statt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und gehört zu den bedeutendsten Bauwerken des Landes. Der gesamte Komplex umfasst eine Länge von rund 300 Metern. Das Parlamentsgebäude, welches den Mittelpunkt darstellt, befindet sich direkt am Bundesplatz, welcher direkt davor liegt.
Man kann sich auf für Führungen anmelden und so mehr über das Gebäude und die Politik erfahren. Vielleicht mach ich das in Zukunft sogar mal.
Das Bundeshaus ist gut zu Fuss erreichbar, vom Bahnhof her sind es nur einige Gehminuten. Die Aussicht über das viele Grün und die Aare sind fantastisch.
Zytglogge Turm
Der Zytglogge Turm stammt bereits aus dem Mittelalter und war das erste Tor im Westen. Er weist ein astronomisches Ziffernblatt sowie ein Glockenspiel auf und wurde eigentlich als Wehrturm gebaut. Doch je mehr der Turm durch die Stadterweiterung ins Zentrum rückte, desto mehr verlor er seine Funktion. Bis zum Brand der Stadt Bern hat er als Gefängnis gedient. Danach hat man ihn neu gebaut und er bekam eine neue Funktion - als Uhrturm. Der Zytglogge Turm gehört zu den ältesten Turmuhren der Schweiz und war die Stadtuhr von Bern. Immer zur vollen Stunden versammelt sich eine Menschenmenge vor dem Turm, um dem Figurenspiel zuzusehen. Es ist das Highlight des Turms.
Wer möchte, kann auch an einer Führung durch das Innere teilnehmen. Diese dauert rund 50 Minuten und man erfährt alles über das Uhrwerk und kann den Blick über die Stadt geniessen.
Das Vorurteil, dass die Uhren in Bern langsamer ticken, kann ich übrigens nur teilweise bestätigen. Am Hauptbahnhof herrscht reges Treiben und leichte Hektik. In den anderen Teilen Berns fand ich aber eine herrlich entschleunigte Atmosphäre vor!
Mir hat es gut gefallen. 😀
Warst auch du schon in Bern? Was für einen Eindruck hat die Stadt bei dir hinterlassen? 

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